Die rund 200 Betriebe in der Vinea Wachau, vorausgesetzt sie produzieren Qualitäten in den Kategorien „Steinfeder“, „Federspiel“ oder „Smaragd“, unterwerfen sich seit Mai 2006 dem „Codex Wachau“. Die wesentlichen sechs Säulen des „Codex Wachau“ sind:
Strengstes Herkunftsprinzip
Der Wein kommt ausschließlich aus dem Anbaugebiet Wachau, wird in den Kategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd produziert, und muss im Weinanbaugebiet Wachau in Flaschen gefüllt werden.
Keine Anreicherung
Die Vinea-Winzer verzichten auf jegliche Anreicherung (Chaptalisierung). Das heißt, das von Natur und Jahrgang vorgegebene Reifepotenzial und der daraus resultierende natürliche Zuckergehalt der Trauben ist allein und ausschließlich bestimmend für die Qualität im Glas. Daraus ergibt sich die Kategorisierung der Wachauer Weine.
Keine Konzentrierung
Die Vinea-Winzer verzichten auf jegliche Konzentrierung. Das heißt, die natürliche Zusammensetzung von Trauben, Most und Wein darf durch technische Verfahren (Vakuumdestillation, Umkehrosmose, Kryoextraktion, etc.) nicht verändert werden.
Keine Aromatisierung
Es findet garantiert keine Aromatisierung statt. Das heißt, die Wachauer Winzer verzichten auf eine Verfälschung der natürlichen Aromenstruktur – weder Barriqueeinsatz, Holzchips noch Tanninpulver sind gestattet.
Keine Fraktionierung
Es findet garantiert keine Fraktionierung statt. Das Zerlegen des Weines in seine Einzelbestandteile und das willkürliche Wiederzusammensetzen („Spining Cone Column/Schleuderkegelkolonne“) wurde von der EU für Weine aus Amerika am EU-Markt gestattet. Die Wachauer Winzer halten diese Technik für Verrat an der Natur und werden davon selbstverständlich keinen Gebrauch machen.
Natur und sonst nichts
Die Vinea-Winzer verzichten in den Kategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd auf viele Möglichkeiten der modernen Weinwirtschaft, das heißt Manipulationen wider die Natur.


