Mit dem Wechsel ganz oben geht auch eine deutliche Verjüngung des Vinea-Führungsteams einher. Einstimmig haben gut 200 Mitglieder den Mann an der Spitze bestätigt, ein Votum das Vertrauen schafft. Das hat sich der Verein über 27 Jahre sukzessive aufgebaut, unzählige Initiativen zur Qualitätsförderung des lokalen Weins schafften einen Status Quo, der österreichweit einmalig ist und die Wachau auch international zu einer der gefragtesten und anerkanntesten Weißweinregionen der Welt gemacht hat. Schlagwörter sind die Etablierung der drei Gewichtsklassen – Steinfeder, Federspiel, Smaragd – die konsequente Bestimmtheit, den Veltliner als große Rebsorte zu positionieren oder aber auch das Bekenntnis zur Naturbelassenheit.
Emmerichs erste Leitthemen sind ein Forcieren der Qualitätsoffensive, verbunden mit einem Ausbau der Ökologisierung der Wachau. Zudem versucht er bereits erste Antworten auf zukünftige Fragestellungen zu finden, denn letztlich bringt es nichts vor einer sichtbaren Klimaveränderung die Augen zu verschließen oder einer Diskussion über Lagenklassifizierungen aus dem Weg zu gehen. Er muss diese Aufgaben freilich nicht alleine schultern. Ihm zur Seite stehen Rudi Pichler und Domänenkellermeister Heinz Frischengruber (und seine Schultern tragen einiges) als Stellvertreter, vor allem jedoch eine zwar generationsübergreifende, jedoch auch geeinte Winzerschaft.


