Wachau Panorama

2016: trotz Frostfrust ein exzellentes Jahr

Eines der arbeitsreichsten Jahre in der Geschichte unseres Weingutes neigt sich dem Ende zu. Zeit für ein Fazit.

Frost ist das Schlagwort, unter dem uns dieses Jahr wohl leider in Erinnerung bleiben wird. Bis zu minus 4 °C zeigte das Thermometer in der letzten Aprilwoche an - eisige Temperaturen, denen vor allem rund um Spitz bis zu 90% der Triebe zum Opfer fielen. Dem Rest des Jahres kann man zwar das Attribut INSTABIL anheften, was viel Arbeit verursachte, jedoch tolle Qualitäten erbrachte. Sonne und Regen gingen Hand in Hand und sorgten für ideale Nährstoffverhältnisse. Die Lese begann und endete in prallem Sonnenlicht, die Wochen dazwischen waren allerdings immer wieder von Regen und daher von einer äußerst selektiven Lese gezeichnet.

Fazit: Wie schon seit April zu vermuten, haben wir es mengenmäßig leider mit einem magereren Jahr zu tun. Zwar sind an den frostgebeulten Reben vereinzelt Triebe nachgewachsen, die Verluste konnten allerdings nicht mehr kompensiert werden. Hinzu kam es, aufgrund der feuchten Wetterbedingungen im Oktober, zu einer äußerst selektiven Lese und damit zu zusätzlichen Mengen-Einbußen. Besonders getroffen hat uns dieses Jahr die Einbuße beim Riesling mit rund 35%. Auch Rebsorten wie Neuburger, Weißburgunder und Gelber Muskateller konnten wir leider nur in kleinen Mengen mit Verlusten von 40-50% ernten.

Die ersten Verkostungen zeigen, dass wir es mit einem Jahrgang zu tun haben, der sich animierend, kompakt und würzig mit viel Druck und Dichte zeigt. Auf das Potenzial der Weine darf man ebenfalls gespannt sein. Perfekte Nährstoffversorgung das Jahr hindurch sollten den Weinen ein langes und aufregendes Leben bescheren.

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