Jahrgang 2026: heiß, trocken, spannend

Der Jahrgang 2026 ist bislang von extremer Hitze und Trockenheit geprägt. Schon der Winter brachte deutlich zu wenig Niederschlag, im Frühjahr folgten trockene Wochen und Ende April Frostnächte. Ende Juni wurden bereits Temperaturen bis zu 38 °C erreicht. Auch im Juli und August setzte sich die große Hitze bei wenig Niederschlag fort. Erst einzelne Regenfälle im August brachten etwas Entspannung.

Trotzdem sind wir zuversichtlich. Die Arbeit der vergangenen Jahre zeigt Wirkung: vielfältige Bodenbegrünungen, der Verzicht auf Herbizide, Kompostierung und regeneratives Arbeiten haben die Resilienz unserer Weingärten deutlich verbessert. Die Verdunstung ist geringer, ein aktives Bodenleben verbessert die Wasserverfügbarkeit und modernes Laubwandmanagement hilft den Reben, mit extremer Hitze umzugehen.

Auch der Rebstock selbst kann reagieren: Bei großer Hitze reduziert er Photosynthese, Wachstum und Reife und schützt sich damit bis zu einem gewissen Grad vor einer zu frühen Ausreifung bzw. erwarten wir keine erhöhten Alkoholwerte.

Mit Blick auf die bevorstehende Lese bleibt präzises Beobachten und flexibles Handeln entscheidend. Unsere Weinhauer:innen kennen ihre Parzellen im Detail und können gezielt auf unterschiedliche Bedingungen reagieren. Die Voraussetzungen sind herausfordernd – gleichzeitig stimmen uns die Entwicklung der Weingärten und die Arbeit der vergangenen Jahre positiv.

Wir sind gespannt auf den Jahrgang 2026.